Hallo nettuno, ja kenne S.Giovanni gut, da war ich letztes Jahr im Krankenhaus, nachdem ich meinen Jaguar zwischen Mattinata und Vieste unverschuldet gecrasht hab (hier mein alter Beitrag ). Interessantes Städtchen, stimme Dir voll zu was die Arm-Reich-Schrere betrifft, S.Giovanni ist da ein gutes Beispiel. Angeblich ist die Stadt ja megareich, durch den Massentourismus auf Grund des Padre-Pio-Kultes. Leider profitieren nicht alle davon und das ist das Problem im gesamten Gargano. Übrigens habe ich genau diese Region gemeint, als ich von einer der wirtschaftlich ärmsten Regionen Italiens sprach. Allerdings sehe ich eine Menge Potenzial für die Region, diese müsste (rein theoretisch) stinkereich sein und ist an Schönheit, Kultur, Natur (z.B. Foresta Umbra) und dem Lifestyle kaum zu überbieten. Ich hätte dort gerne ein Häuchen oder eine Wohnung, leider unbezahlbar. Und wie Du mir zustimmen wirst, bräuchte man dort selbst für eine Ruine ohne Strom und Wasser ein halbes Vermögen.
Trotzdem sehe ich im Verhältnis zu unseren armen Regionen immernoch einen gravierenden Unterschied. In Magdeburg ist jeder 3 Arbeitslos, fast im gesamten Osten gibts Villen nahezu geschenkt. Es gibt im gesamten Bundesgebiet ganze Ortschaften, die nicht einmal an eine Kanalisation angeschlossen sind und hätten die Italiener, bzw. die Römer das vor 2000 Jahren nicht in vielen Städten bereits erledigt (bestes Beispiel Köln) wären es heute sicherlich mehr.
Ich gebe zu, sehr voreingenommen zu sein was Italien betrifft, weil ich dieses Land samt seiner Stärken und Schwächen abgöttisch liebe. Auch das in unseren Augen gesehene Chaos definiere ich mehr als Freiheit, z.B. der Verkehr in den süditalienischen Metropolen :-) Alle Gesellschaftsschichten verstehen sich in Punkto Stil, ihrer Art zu leben und beim Essen gibt es ohnehin kein Reich und Arm. Leider konnte ich immer nur kurze Zeit dort verbingen, das Längste am Stück war 7 Monate und kurzgesagt: Wenn ich mir aussuchen dürfte, wo ich arm sterbe, so hätte ich meinen Platz.
Wann immer ich dort war, war ich kaum zu Hause und hatte wenig Schlaf und ganz besonders festzustellen ist, dass ich dort in 5 Wochen manchmal mehr erlebt und getan habe als hier in einem Jahr. Gut, bei uns in D lebt man nicht, man arbeitet und findet darin sein Glück. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass man mit Fleiß und Flexibilität selbst in den südlichsten Ecken ein weitaus schöneres Leben leben kann als bei uns. Zumindest erkenne ich das sehr stark im Freundes- und Bekanntenkreis. Vielleicht liegt es auch an der mangelnden Interesse am Materiellen; der Bürgermeister von Manfredonia ist jahrelang mit einem herúntergekommenen Fiat Tempra herumgefahren
Jedes Land hat seine Vorzüge und Probleme, das eine mehr, das andere weniger. Wo man sich wohlfühlt und leben möchte, liegt an der persönlichen Einstellung und die Fähigkeit sich anzupassen. Ich kenne ein deutsches Ehepaar, welches sich anfang der 90er in einem Dörfchen nähe Siena in der Toskana niedergelassen und eine kleine Gastronomie eröffnet hat. Geblendet vom süßen Leben und der Lebensart der Einheimischen, wurden die behördlichen Schwierigkeiten etc. nicht bedacht und mussten 6 Jahre lang bitter daraus lernen. Mit geringfügigen Mitteln und etwas Unterstützung vom Staat haben sie diese lange Zeit durchgestanden. Heute haben Sie ausgesorgt, würden die Gegend niemals verlassen und behaupten, die Anfangszeit war die schwerste, aber zugleich die schönste und intensivste Zeit gewesen.
Wieso fahren so viele aus diesem Forum die Dreizacks aus der DeTomaso-Zeit? Sicher nicht, weil sie so wartungsarm, einfach und sparsam sind. Ein gewisser Anspruch bedarf so manche Gegenleistung... für alles andere gibt es ja noch den VW Golf oder wie heißt es so schön? Ohne Herz wären wir nur Maschinen.
Vielleicht fährt man sich im schönen Gargano ja mal über den Weg? Würde mich freuen :-)
Trotzdem sehe ich im Verhältnis zu unseren armen Regionen immernoch einen gravierenden Unterschied. In Magdeburg ist jeder 3 Arbeitslos, fast im gesamten Osten gibts Villen nahezu geschenkt. Es gibt im gesamten Bundesgebiet ganze Ortschaften, die nicht einmal an eine Kanalisation angeschlossen sind und hätten die Italiener, bzw. die Römer das vor 2000 Jahren nicht in vielen Städten bereits erledigt (bestes Beispiel Köln) wären es heute sicherlich mehr.
Ich gebe zu, sehr voreingenommen zu sein was Italien betrifft, weil ich dieses Land samt seiner Stärken und Schwächen abgöttisch liebe. Auch das in unseren Augen gesehene Chaos definiere ich mehr als Freiheit, z.B. der Verkehr in den süditalienischen Metropolen :-) Alle Gesellschaftsschichten verstehen sich in Punkto Stil, ihrer Art zu leben und beim Essen gibt es ohnehin kein Reich und Arm. Leider konnte ich immer nur kurze Zeit dort verbingen, das Längste am Stück war 7 Monate und kurzgesagt: Wenn ich mir aussuchen dürfte, wo ich arm sterbe, so hätte ich meinen Platz.
Wann immer ich dort war, war ich kaum zu Hause und hatte wenig Schlaf und ganz besonders festzustellen ist, dass ich dort in 5 Wochen manchmal mehr erlebt und getan habe als hier in einem Jahr. Gut, bei uns in D lebt man nicht, man arbeitet und findet darin sein Glück. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass man mit Fleiß und Flexibilität selbst in den südlichsten Ecken ein weitaus schöneres Leben leben kann als bei uns. Zumindest erkenne ich das sehr stark im Freundes- und Bekanntenkreis. Vielleicht liegt es auch an der mangelnden Interesse am Materiellen; der Bürgermeister von Manfredonia ist jahrelang mit einem herúntergekommenen Fiat Tempra herumgefahren
Jedes Land hat seine Vorzüge und Probleme, das eine mehr, das andere weniger. Wo man sich wohlfühlt und leben möchte, liegt an der persönlichen Einstellung und die Fähigkeit sich anzupassen. Ich kenne ein deutsches Ehepaar, welches sich anfang der 90er in einem Dörfchen nähe Siena in der Toskana niedergelassen und eine kleine Gastronomie eröffnet hat. Geblendet vom süßen Leben und der Lebensart der Einheimischen, wurden die behördlichen Schwierigkeiten etc. nicht bedacht und mussten 6 Jahre lang bitter daraus lernen. Mit geringfügigen Mitteln und etwas Unterstützung vom Staat haben sie diese lange Zeit durchgestanden. Heute haben Sie ausgesorgt, würden die Gegend niemals verlassen und behaupten, die Anfangszeit war die schwerste, aber zugleich die schönste und intensivste Zeit gewesen.
Wieso fahren so viele aus diesem Forum die Dreizacks aus der DeTomaso-Zeit? Sicher nicht, weil sie so wartungsarm, einfach und sparsam sind. Ein gewisser Anspruch bedarf so manche Gegenleistung... für alles andere gibt es ja noch den VW Golf oder wie heißt es so schön? Ohne Herz wären wir nur Maschinen.
Vielleicht fährt man sich im schönen Gargano ja mal über den Weg? Würde mich freuen :-)

