20.03.2011 - 11:52
nachdem ich das Thema gerade hinter mir habe, kann ich mal meine Meinung und persönliche Erfahrung zum Besten geben:
Aus meiner Sicht gibt es nur einen maßgeblichen Schwachpunkt am 3200 und das ist und bleibt der Motor. Wenn man hier aufgrund der Vorbedingungen das Risiko gering halten kann, hat man schonmal große Pluspunkte. davon abgesehen sollte jedes Angebot ganz individuell betrachtet werden, da gibt es nur wenige Tipps, wie zum Beispiel, dass der rote "Master"-Schlüssel samt Codekarte vorhanden sein sollte. Davon abgesehen wäre für mich eine eindeutige Wartungshistorie wichtig. Alle weiteren Punkte kann man schon fast einer ganz gewöhnlichen Gebrauchtwagencheckliste entnehmen, wobei man hier einfach berücksichtigen muss, dass auch typische Verschleißteile wie auch Scheinwerfer etc. einfach etwas teurer zu Buche schlagen, als beim FeldWaldWiesenGolf.
Nach weitern Maßstäben mancher User hätte ich meinen 3200GT nicht kaufen dürfen, denn zum einen ist es ein frühes Modell aus den ersten 500 Stck, zum anderen hat er schon bemerkenswerte 136.000km hinter sich und wurde zu allem Übel auch schon komplett lackiert.
Aber er erfüllte im Vergleich zu zahlreichen anderen Angeboten wesentliche Kriterien, die für mich kaufentscheidend waren, und dazu gehörte zum Beispiel eine deutsche Erstzulassung mit wirklich lückenloser Dokumentation der Historie inkl. allen Wartungen und größeren Maßnahmen. Und das hab ich selbst bei jüngeren Modellen bisher nie auch nur annähernd so erlebt (zumindest nicht bei Maserati) - und - ganz wesentlich - die Tatsache, dass der Motor zum einen vor 45.000km komplett getauscht und zum anderen vor nochmal ca. 20.000km bei Maserati aus reiner Vorsorge eine umfangreiche Revision inkl. neuer Kurbelwelle erhalten hat. Und damit war mir dieses Aggregat weitaus lieber, als manch vermeintlicher 80.000km Wagen.
Man kann es schönreden und verharmlosen wie man will: am 3200 ist und bleibt die Achillesferse der Motor, der in einem viel zu großen Prozentsatz durch kapitale Schäden bei Laufleistungen unter 80.000km auffällt - und das betrifft nach meinem Informationsstand den GTA genauso wie den GT und im Gegensatz zur Haltung mancher User hier auch Fahrzeuge mit perfekter Wartungshistorie. Nicht alle Motorschäden sind auf ein Axialspiel der Kurbelwelle zurückzuführen, wenn auch hier die Schalter wohl tatsächlich auffälliger sein sollen. Alle anderen Probleme sind im Vergleich dazu Peanuts, wie sie bei jedem anderen Sammlerfahrzeug auftreten und Kosten verursachen können.
Ich hab mir wie beschrieben im Vorfeld diverse Fahrzeuge angesehen, angefangen von zahlreichen Ghiblis über mehrere 3200 und auch 4200. Allen gemein war neben unterschiedlichen Minuspunkten, dass KEINES der Fahrzeuge eine wirklich glaubhafte und wirklich lückenlose Wartungshistorie vorzuweisen hatte. Ein Phänomen, dass sich übrigens gerade bei unserer Marke besonders deutlich bemerkbar macht. Und was hilft mir ein vermeintlich niedriger Kilometerstand, wenn in Realität die Maschine 100.000km mit evtl. 2-3 Ölwechsel und noch dem ersten Zahnriemen hinter sich hat.
Daher hab ich jetzt auch eine Farbkombination akzeptiert, die wahrhaftig nicht auf meiner Wunschliste gestanden hätte. Aber zugegebenermaßen hatte ich keine Lust mehr immer nur Anzeigen zu wälzen und Tage damit zu verbringen Fahrzeuge nur zu besichtigen sondern wollte im jetzt beginnenden Frühjahr wieder selbst die bekannte Geräuschkulisse erleben dürfen.
Die Frage nach Automatik oder Schalter, war für mich bei der Suche völlig zweitrangig. Ich bin der Meinung, dass beide Versionen etwas für sich haben. Die manuell geschalteten 3200 sind gemessen an der Präzision der Baugruppen Kupplung/Schaltung bei anderen Marken und Modellen eigentlich eine Zumutung. Ein Schaltgetriebe an sich passt aber natürlich hervorragend zur Motorcharakteristik: Ich möchte gerade beim Biturbo mit seinem ungleichmäßigen Drehmomentverlauf lieber selbst die Drehzahl wählen, in der ich mich gerade bewege. Zum Komfort und Flair des Fahrzeugs hätte ich aber auch immer die Automatik akzeptiert - es hat natürlich etwas für sich bei Überholvorgängen und auf Autobahnen einfach nur das Lenkrad festhalten und mit rechts Gas geben zu können. Vielleicht bin ich hier sogar eher pro Automatik eingestellt - liegt auch daran, dass ich im Alltag seit Jahren nur Automatikfahrzeuge bewege…
Bei der grundsätzlichen Kaufentscheidung war dann eher noch das Modell selbst die Kernfrage, und da ging meine Auswahl von Ghibli oder auch QP4 über 3200 bis zum 4200 (daneben hab ich auch bei anderen Marken geschaut, aber das gehört nicht hierher…). Mein Herz hängt am meisten am Ghibli, aber da hab ich einfach die Hoffnung aufgegeben in einem vertretbaren Zeitrahmen ein passendes Objekt zu finden.
Und so bin ich unter Abwägung aller Aspekte wie auch dem Wertverlust und der Begeisterung für das Design des 3200 jetzt erstmal bei diesem meinem Maserati gelandet.
Vielleicht begegnet mir ja in den nächsten Jahren doch noch "mein" gewünschter 2,8 Ghibli in verde tundra mit beigem Leder. Und solange tröste ich mich eben mit dem 3200GT ;-)
Aus meiner Sicht gibt es nur einen maßgeblichen Schwachpunkt am 3200 und das ist und bleibt der Motor. Wenn man hier aufgrund der Vorbedingungen das Risiko gering halten kann, hat man schonmal große Pluspunkte. davon abgesehen sollte jedes Angebot ganz individuell betrachtet werden, da gibt es nur wenige Tipps, wie zum Beispiel, dass der rote "Master"-Schlüssel samt Codekarte vorhanden sein sollte. Davon abgesehen wäre für mich eine eindeutige Wartungshistorie wichtig. Alle weiteren Punkte kann man schon fast einer ganz gewöhnlichen Gebrauchtwagencheckliste entnehmen, wobei man hier einfach berücksichtigen muss, dass auch typische Verschleißteile wie auch Scheinwerfer etc. einfach etwas teurer zu Buche schlagen, als beim FeldWaldWiesenGolf.
Nach weitern Maßstäben mancher User hätte ich meinen 3200GT nicht kaufen dürfen, denn zum einen ist es ein frühes Modell aus den ersten 500 Stck, zum anderen hat er schon bemerkenswerte 136.000km hinter sich und wurde zu allem Übel auch schon komplett lackiert.
Aber er erfüllte im Vergleich zu zahlreichen anderen Angeboten wesentliche Kriterien, die für mich kaufentscheidend waren, und dazu gehörte zum Beispiel eine deutsche Erstzulassung mit wirklich lückenloser Dokumentation der Historie inkl. allen Wartungen und größeren Maßnahmen. Und das hab ich selbst bei jüngeren Modellen bisher nie auch nur annähernd so erlebt (zumindest nicht bei Maserati) - und - ganz wesentlich - die Tatsache, dass der Motor zum einen vor 45.000km komplett getauscht und zum anderen vor nochmal ca. 20.000km bei Maserati aus reiner Vorsorge eine umfangreiche Revision inkl. neuer Kurbelwelle erhalten hat. Und damit war mir dieses Aggregat weitaus lieber, als manch vermeintlicher 80.000km Wagen.
Man kann es schönreden und verharmlosen wie man will: am 3200 ist und bleibt die Achillesferse der Motor, der in einem viel zu großen Prozentsatz durch kapitale Schäden bei Laufleistungen unter 80.000km auffällt - und das betrifft nach meinem Informationsstand den GTA genauso wie den GT und im Gegensatz zur Haltung mancher User hier auch Fahrzeuge mit perfekter Wartungshistorie. Nicht alle Motorschäden sind auf ein Axialspiel der Kurbelwelle zurückzuführen, wenn auch hier die Schalter wohl tatsächlich auffälliger sein sollen. Alle anderen Probleme sind im Vergleich dazu Peanuts, wie sie bei jedem anderen Sammlerfahrzeug auftreten und Kosten verursachen können.
Ich hab mir wie beschrieben im Vorfeld diverse Fahrzeuge angesehen, angefangen von zahlreichen Ghiblis über mehrere 3200 und auch 4200. Allen gemein war neben unterschiedlichen Minuspunkten, dass KEINES der Fahrzeuge eine wirklich glaubhafte und wirklich lückenlose Wartungshistorie vorzuweisen hatte. Ein Phänomen, dass sich übrigens gerade bei unserer Marke besonders deutlich bemerkbar macht. Und was hilft mir ein vermeintlich niedriger Kilometerstand, wenn in Realität die Maschine 100.000km mit evtl. 2-3 Ölwechsel und noch dem ersten Zahnriemen hinter sich hat.
Daher hab ich jetzt auch eine Farbkombination akzeptiert, die wahrhaftig nicht auf meiner Wunschliste gestanden hätte. Aber zugegebenermaßen hatte ich keine Lust mehr immer nur Anzeigen zu wälzen und Tage damit zu verbringen Fahrzeuge nur zu besichtigen sondern wollte im jetzt beginnenden Frühjahr wieder selbst die bekannte Geräuschkulisse erleben dürfen.
Die Frage nach Automatik oder Schalter, war für mich bei der Suche völlig zweitrangig. Ich bin der Meinung, dass beide Versionen etwas für sich haben. Die manuell geschalteten 3200 sind gemessen an der Präzision der Baugruppen Kupplung/Schaltung bei anderen Marken und Modellen eigentlich eine Zumutung. Ein Schaltgetriebe an sich passt aber natürlich hervorragend zur Motorcharakteristik: Ich möchte gerade beim Biturbo mit seinem ungleichmäßigen Drehmomentverlauf lieber selbst die Drehzahl wählen, in der ich mich gerade bewege. Zum Komfort und Flair des Fahrzeugs hätte ich aber auch immer die Automatik akzeptiert - es hat natürlich etwas für sich bei Überholvorgängen und auf Autobahnen einfach nur das Lenkrad festhalten und mit rechts Gas geben zu können. Vielleicht bin ich hier sogar eher pro Automatik eingestellt - liegt auch daran, dass ich im Alltag seit Jahren nur Automatikfahrzeuge bewege…
Bei der grundsätzlichen Kaufentscheidung war dann eher noch das Modell selbst die Kernfrage, und da ging meine Auswahl von Ghibli oder auch QP4 über 3200 bis zum 4200 (daneben hab ich auch bei anderen Marken geschaut, aber das gehört nicht hierher…). Mein Herz hängt am meisten am Ghibli, aber da hab ich einfach die Hoffnung aufgegeben in einem vertretbaren Zeitrahmen ein passendes Objekt zu finden.
Und so bin ich unter Abwägung aller Aspekte wie auch dem Wertverlust und der Begeisterung für das Design des 3200 jetzt erstmal bei diesem meinem Maserati gelandet.
Vielleicht begegnet mir ja in den nächsten Jahren doch noch "mein" gewünschter 2,8 Ghibli in verde tundra mit beigem Leder. Und solange tröste ich mich eben mit dem 3200GT ;-)
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The difference between men and boys
is the price of their toys
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